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3 Faktoren, die Ihre Rankings bremsen

von Ralf Geissler | 01. März 2021

Lange Ladezeiten:
3 Faktoren, die Ihre Rankings bremsen

Nutzer verwenden Suchmaschinen, um schneller zu den gewünschten Informationen zu kommen. Um die Relevanz der Suchergebnisse zu prüfen, checkt der Google Algorithmus die indexierten Internetseiten anhand von mehr als 200 bekannten Faktoren.

Damit der Nutzer weiterhin die gleiche Suchmaschine nutzt und nicht zu einem anderen Anbieter wechselt, ist ein zufriedenstellendes Suchergebnis also von höchster Wichtigkeit. Die Nutzerzufriedenheit wird bei langem Warten auf den Website-Aufbau aber nicht befriedigt. Es kommt dadurch häufiger zu einem Klick auf die Zurück-Taste und dadurch zu einem Back-to-Search-Klick, ein Wert der auch in die Ranking-Bewertung einer Website einfließt.

Besonders im mobilen Bereich, in welchem schwankende Internetbrandbreiten Einfluss nehmen, ist der Pagespeed einer Webseite ein wichtiges Thema.

Bildgrößen

Einen hohen Anteil an der Gesamtgröße einer Website nehmen häufig die Fotos und Grafiken ein. Bereits vor dem Veröffentlichen bemerkt man die hohe Ladezheit solcher Dateien, denn auch beim Upload der Bilddateien hat man eine lange Wartezeit.

Primär ist nicht die Pixelgröße gemeint, sondern die benötigte Dateigröße in MB oder KB. Natürlich sollten die Bilder auch nur in der jeweils benötigten Pixelbreite und -höhe per FTP auf den Server hochgeladen werden und nicht um ein vielfaches größer.

Es gilt aber wie eben erwähnt, auch auf die Dateigröße zu achten. Hierbei sollte man auf verlustfreie Komprimierungsmethoden zurückgreifen. Der Seitenbesucher sieht also keinen Unterschied zwischen dem komprimierten und unkomprimierten Bild. Aber durch diese Reduzierung der benötigten Speicherkapazitäten ist nicht nur der Upload in das Content Management System (CMS) deutlich schneller, sondern auch die Ladezeit der Bilddatei beim Aufbau der Internetseite für die Besucher.

Es gibt Methoden zur Komprimierung der Bilder, die physikalische Verluste in Kauf nehmen, welche aber innerhalb gewisser Grenzen für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Beispielsweise können .jpg Bilder sehr oft ohne Probleme verlustbehaftet komprimiert werden, ohne optische Veränderungen zu bemerken.

Für die Komprimierung gibt es kostenlose Tools im Web. Empfehlenswert ist das Tool JPEGmini, welches ausschließlich .jpg Bilder komprimiert. Außerdem steht mit tiny png eine großartige Alternative zur Verfügung, die neben jpg auch png Dateien komprimieren kann.

Am besten komprimiert Sie alle Bilder vor dem Hochladen auf den Webserver. Falls Sie jedoch die Notwendigkeit (z. B. bei bestehenden Webprojekten) prüfen möchten, können Sie auf Google Pagespeed Insights die Webseiten Geschwindigkeit testen.

Außerdem haben Sie direkt die Möglichkeit, verlustfrei komprimierte Dateien herunterzuladen, um die Bilddateien anschließend auszutauschen.

Serverantwortzeit

Einen großen Einfluss auf die Seitenladezeit hat auch der Server, deswegen sollte man einige Kriterien bei der Auswahl des Hosting Partners beachten.

Hier sollte insbesondere auf die Servergeschwindigkeit geachtet werden. Bei günstigeren Webhosting-Paketen sind mehr Kunden auf einem Server, die sich die entsprechenden physischen Kapazitäten teilen. Je nach Anforderung sollte deshalb erwägt werden, ob ein etwas teureres Webhosting Paket auf einem Server mit weniger Kunden gebucht wird, was wiederum die Leistung der eigenen Webseite erhöht. Hier sind auch keine weiteren technischen Kenntnisse erforderlich.

Sobald ein Server eine hohe Last verarbeiten muss, z. B. durch einen Traffic-Peak, sinkt die Antwortzeit und damit die Ladezeit der gesamten Webseite. Grundsätzlich sollte man bei der Auswahl eines Webhosting Paketes auf einen Prozessor mit ausreichen Prozessorkernen und möglichst hoher Prozessor-Taktung, sowie einen angemessenen Arbeitsspeicher achten, um dadurch auch bei Peaks stabile Antwortzeiten zu erhalten. Außerdem können Server mit SSD-Festplatten schneller auf die gespeicherten Daten zugreifen.

Broswer-Caching

Um den Aufbau von Websites zu beschleunigen, ist das Browser-Caching eine sinnvolle Methode. Selten veränderte Seiteninhalte, beispielsweise Grafiken, JavaScript- und CSS-Dateien werden dabei durch den Browser für eine definierte Zeit im lokalen Speicher archiviert. Google empfiehlt einen Cache-Ablauf nach frühestens sieben Tagen. Kommt der gleiche Besucher erneut auf die Webseite, so werden die lokalen Daten abgerufen und die Serveranfragen deutlich reduziert, was einen schnelleren Seitenaufbau zur Folge hat. Für das Browser-Caching gibt es verschieden Möglichkeiten: über die .htaccess-Datei oder direkt im Content-Management-System.
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